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Montag, 23. Mai 2011

Zuletzt gelesen

Monika Jetter: Mein Kriegsvater
Ein Buch, das weniger eine Biographie ist als eine Aufarbeitung der Vergangenheit, die sich aber vor allem in der Gegenwart abspielt.
Die Autorin hatte in ihrer Kindheit sehr große Konflikte mit ihrem Vater, der vor und während des zweiten Weltkrieges bei der NSDAP aktiv war und die strengen Regeln, die er als Soldat zu befolgen hatte, nach dem Krieg auf seine Tochter anwandte, die ihm zu viel widersprach. Diese Behandlung war für die Autorin sehr erniedrigend, aber erst Jahrzehnte später hat sie gemerkt, dass sie die Erlebnisse aufarbeiten muss, um mit ihnen abschließen zu können. Dies tut sie auch im Rahmen von Recherchen über das Leben ihres Vaters und Reisen zu seinen "Wirkungsstätten".
Ich halte das Buch für sehr wertvoll, da es sich zum einen über die Vergangenheitsbewältigung der Deutschen dreht und zum anderen um das abstraktere Thema des Verzeihens, das mich persönlich sehr interessiert. Wann ist man bereit, jemandem zu verzeihen? Gibt es Dinge, die man nicht verzeihen kann? Ist das Verzeihenkönnen nicht ein Zeichen von großer Stärke? Zu diesen Fragen gibt das Buch auf jeden Fall Anhaltspunkte und macht Mut. Auf jeden Fall lesenswert!

Mittwoch, 4. Mai 2011

Zuletzt gelesen

Balian Buschbaum: Blaue Augen bleiben blau
Dieses Buch wurde von Balian Buschbaum geschrieben, der früher Yvonne Buschbaum hieß und Stabhochspringerin war (ich kann sie zumindest vom Namen her). In dieser Biographie beschreibt er sein bisheriges Leben als Sportler(in) und über seine Transsexualität. Er hat sich schon immer als Mann gefühlt, schon als kleines Kind hatte er das Gefühl, im falschen Körper geboren zu sein. Es ist sehr interessant, zu lesen, wie  er mit dieser Transsexualität umgegangen ist und wie es ihm schließlich gelang, sich zu "befreien". Das alles liest sich sehr schnell, Balian Buschbaum wird einem wirklich sympathisch, und das Buch macht Mut, immer das Beste aus dem Leben zu machen und sich nicht wegen eines Makels als "Opfer" zu fühlen.

Sonntag, 27. März 2011

Bücherentzug...

...das ist eines der Stichwörter, mit denen ich meine Semesterferien sehr gut beschreiben könnte. Seit gut einem Monat lese ich kaum noch, was sich auch hier im Blog bemerkbar gemacht hat. Der Grund dafür sind die vielen Hausarbeiten, die ich zu schreiben habe und die mich irgendwie nervös machen.
Ein neues Buch kann ich euch aber präsentieren, und zwar dieses (bei amazon für 4,90 Euro bestellt):
Ich freue mich schon sehr darauf, es zu lesen, nachdem mir "Adam Haberberg" so gut gefallen hat. Außerdem ist das Theaterstück "Der Gott des Gemetzels" von Reza auch einfach nur super!

Bis auf den Stress sind und waren meine Semesterferien sehr sehr schön... Ich habe - oft zwischendurch beim Schreiben - auch viel Serien geguckt, und zwar diese hier:

The Big Bang Theory - Staffel 1 bis 4 (aktuelle Folge) - geniale Sitcom um drei Physik-Nerds und eine Schauspielerin... Ich liebe vor allem Jim Parsons als Sheldon. :)

Mad Men Staffel 4 - wieder mal ein Erlebnis die Serie, ich liebe die edle Ausstattung und die Erzählweise... wann kommt Staffel 5???

Danni Lowinski Staffel 1 - habe ich neu für mich entdeckt, nachdem ich die Plakate für 2. Staffel gesehen hatte, und hab dann die ganze 1. Staffel in einem Rutsch durchgeguckt. Ich war richtig überrascht davon wie gut die Serie ist, ich dachte es wäre eine reine Comedyserie. In Wirklichkeit ist es eher eine unkonventionelle Anwaltsserie. ;) Im Moment läuft auf Sat.1 die  zweite Staffel (immer montags) und ich kann die nächste Folge immer kaum abwarten.

Im Moment gucke ich die 7. Staffel von One Tree Hill - vor etwa einem Jahr hatte ich mir Staffel 1 bis 6 angeschaut... In der 7. Staffel hat sich jetzt einiges verändert aber die Serie gefällt mir immer noch sehr gut, vielleicht sogar besser als vorher. Sie ist wunderschön fotografiert und rührt mich oft zu Tränen.

Montag, 14. Februar 2011

Neuer Schmuck...

Die Kette habe ich mir selber gebastelt (der Anhänger ist aus einem Armband von Primark).

Die Ohrringe sind von Primark, 3 Euro <3

Um die Kette war ich früher schonmal herumgeschlichen, und jetzt war sie von 8 auf 3 Euro reduziert. :)

Außerdem habe ich mir heute noch einen schwarzen Basic-Pulli mit Rundhalsausschnitt gekauft.

Und es gab neuen Lesestoff:

Freitag, 4. Februar 2011

Anne Hertz again...

Anne Hertz: Goldstück
Jetzt habe ich nach "Glückskekse" schon das nächste Buch von Anne Hertz verschlungen, das ich in die Finger bekam - es überrascht mich wirklich immer noch, dass mir die Bücher dieses Autorenduos so gut gefallen, denn ich hatte immer die Vorstellung von allzu kitschigen Liebesromanen...
Tatsächlich ist hier aber die Grundidee wieder interessant: Um das "Gesetz der Anziehung" herum, das wohl ein psychologisches Phänomen ist (ich kannte es vorher nicht) haben die Autorinnen einen Roman gestrickt: Es geht um die fast 30jährige Maike, die sich als Verliererin fühlt: Sie hat ihr Studium verhauen, wurde von ihrem Freund verlassen und ist gezwungen, in ihrem schlechtbezahlten Job in einem Sonnenstudio zu arbeiten. Ihre Cousine Kiki, mit der sie in einer WG lebt, rät ihr, es doch einmal mit dem Gesetz der Anziehung zu versuchen, und zwar, indem Maike ein Wunschbuch anlegt, in das sie alles schreibt, was sie sich vom Universum wünscht. Und dieses Wunschbuch entfaltet tatsächlich seine Wirkung (oder zumindest bildet die Protagonistin sich das ein...;)
Das Buch ist einfach toll, von vorne bis hinten. Die Story ist geschickt konstruiert und die Charaktere sind mir hier alle dermaßen ans Herz gewachsen, dass ich wirklich traurig war, als das Buch zuende war. Außerdem macht es neugierig darauf, sich selbst mal näher mit dem Gesetz der Anziehung zu befassen bzw. ein eigenes Wunschbuch anzulegen...:)

Zuletzt gelesen

Yasmina Reza: Adam Haberberg
Bei diesem Buch handelt es sich um einen kurzen Roman; er handelt von - wie der Titel bereits sagt - einem Mann namens Adam Haberberg. Dieser Mann ist etwa 50 Jahre alt, hat Probleme mit seiner Gesundheit und seine Ehe ist unglücklich. Der Roman spielt sich an einem einzigen Abend ab: Zufällig trifft Adam Haberberg eine Frau, mit der er zur Schule gegangen ist. Eher widerwillig verbringt er den Abend mit ihr, in dessen Verlauf deutlich wird, dass die zwei sehr weit voneinander entfernt sind, so dass wirkliche Kommunikation kaum möglich ist...
Darauf gekommen, dieses Buch zu lesen, bin ich durch das von Reza verfasste Theaterstück "Der Gott des Gemetzels", das ich letztes Jahr gesehen hab und von dem ich sehr begeistert war.
Ich habe lange mehr keine Prosa dieser Art gelesen und bin dementsprechend etwas überfordert mit den ganzen Interpretationsmöglichkeiten, die dieser Roman sicherlich bietet. Sicher ist aber, dass er sehr beeindruckende und bewegende Textpassagen enthält, wie diese:

"Adam erinert sich an Hervé Cohen. Ein Name, er aus seinem Leben verschwunden ist und den er ohne die heutige Begegnung nie wieder ausgesprochen hätte. Dabei erinnert er sich an Hervé Cohen, sie haben sich gegenseitig besucht, waren zusammen im Wintersport in den Pyrenäen. Adam weiß noch, wie sie im Hotelzimmer in Font-Romeu zusammen Passah gefeiert haben. Die Eltern Cohen suchten Jersusalem. Das ist ganz einfach, sagte der Vater, wo ist Perpignan? Die Mutter zeigte auf eine Wand, er tendierte zu einer anderen, er sagte, was versteht die von Orientierung, eine Frau, die keine Straßenkarte aufschlagen kann, ohne auf Klagenfurt zu stoßen? Der Vater hatte schließlich seine Auffassung von Geographie durchgesetzt, und sie alle, die Eltern, Hervé, die Schwester Joelle und er, Adam, hatten sich schließlich der Wand gegenüber dem Fenster zugewandt. Während des Gebets war die Mutter in Gelächter ausgebrochen, die Kinder wurden angesteckt, während der Vater, in einem Skipullover von Jacquard und seinen Tallit halb über den Kopf geworfen, weiter vorgelesen hatte, die Durchquerung des Roten Meeres, inbrünstig und mißbilligend, vor der Toilettentür. Die Eltern Cohen waren das Gegenteil seiner eigenen, denkt Adam. Die Eltern Cohen waren fröhlich und irrational. Die Eltern Cohen waren wundervoll. Was zählt, wenn man dreißig Jahre später dieses Klassenfoto anschaut, denkt Adam, das sind weder Alice Canella noch Tristan Mateo noch Hervé Cohen, sondern die Eltern Cohen. [...] Von den eigenen Eltern, denkt er, kann man nicht sagen: die Eltern Haberberg, so wie man sagt: die Eltern Cohen. Die Eltern Haberberg waren sittenstreng und mäkelig, und sie liebten sich nicht. Sie interessierten sich nicht für die Freunde ihres Sohnes wie die Eltern Cohen. [...] Und ebensowenig, denkt er, wird man von Irène und ihm als den Eltern Haberberg sprechen. Niemals wird ein Freund seiner Kinder sich an sie erinnern und dabei die Eltern Haberberg denken. Die Eltern Haberberg, das sagt gar nichts. Bei den Eltern Cohen fühlte man sich als Sohn."

Diese Stelle hat mich besonders berührt, und mir ist durch das Buch auch klargeworden, was die besondere Schönheit von Prosa wie dieser im Vergleich zu "herkömmlicher Literatur", die ich ja hauptsächlich lese, ausmacht.

Donnerstag, 27. Januar 2011

Gerade ausgelesen

Anne Hertz: Glückskekse
Dieses Buch habe ich heute morgen ausgelesen, und ich muss sagen, dass ich sehr überrascht davon war, wie gut es ist! Ich hatte vorher noch nichts von Anne Hertz gelesen und dieses Buch eher zufällig in der Bibliothek gesehen und einfach mal mitgenommen... Die Story wird auf dem Klappentext schon sehr ansprechend geschildert: Jana wird an ihrem 35. Geburtstag von ihrem Freund verlassen und lässt sich auf eine Art Orakel, das ihr von ihrer Freundin vorgeschlagen wird, ein: Sie schickt eine SMS an eine unbekannte Nummer, mit folgendem Inhalt: "Was kann ich tun, um glücklich zu werden? SIE". Und darauf erhält sie Antwort, zufällig von einem Mann in ihrem Alter, der zufällig auch in Hamburg wohnt und zufällig auch gerade von seiner Freundin verlassen wurde...;) Zufälle gibt es schon ein bißchen zu viele in diesem Roman, aber ich finde, dass die Autorinnen (bei "Anne Hertz" handelt es sich ja in Wirklichkeit um zwei Schwestern) trotzdem den Bezug zur Realität nicht verlieren. Besonders gefallen hat mir die Erkenntnis, dass man selber für sein Glück sorgen muss und nicht von anderen erwarrten kann, dass sie einen glücklich machen. Nebenbei erhält man auch noch kleine "Glücksratschläge", etwa, einfach mal  zu lauter Musik in der Wohnung herumzutanzen...
Mich hat dieses Buch durch seinen Optimismus tatsächlich irgendwie glücklich gemacht. Man könnte es auch fast als "Glücksratgeber" verkaufen. ;)

Mittwoch, 26. Januar 2011

Bücher-Fragebogen

1. Gebunden oder Taschenbuch?
Meistens lese ich Taschenbücher, sie sind praktischer und leichter. Obwohl  besondere gebundene Ausgaben auch sehr schön sein können.

2. Amazon oder Buchhandel?
Beides, aber die meisten Bücher, die ich lese, stammen aus der Bibliothek.

3. Lesezeichen oder Eselsohr?
Lesezeichen, meistens ein Bon oder sowas. ;)

4. Ordnen nach Autor, Titel oder ungeordnet?
Ich besitze gar nicht so viele eigene Bücher, aber die, die ich habe, sind grob nach Genre geordnet.

5. Behalten, wegwerfen oder verkaufen?
Bücher, die mir geschenkt wurden, behalte ich meistens. Wenn ich sie mir allerdings selbst gekauft habe und sie mir nicht gefallen bzw. ich weiß, dass ich sie auf keinen Fall noch einmal lese, verkaufe ich sie bei ebay.

6. Kurzgeschichte oder Roman?
Roman, eindeutig. Irgendwie mag ich Kurzgeschichten nicht so.

7. Harry Potter oder Lemony Snicket?
Wer oder was ist Lemony Snicket? Von Harry Potter habe ich mal den ersten Band gelesen (wurde mir geschenkt) und den fand ich gut, aber der zweite war mir dann zu langweilig. Ist irgendwie nicht sooo mein Ding.

8. Kaufen oder gebraucht?
Die meisten Bücher leihe ich mir gesagt aus der Bibliothek aus, und ab und zu kaufe ich mir gebrauchte Bücher, z.B. über amazon.

9. Bestsellerliste, Rezension, Empfehlung oder Stöbern?
Beststeller lese ich kaum. Die meisten Bücher finde ich, indem ich bei amazon stöbere. Und da gehe ich natürlich dann auch nach den Bewertungen.

10. Geschlossenes Ende oder Cliffhanger?
Lieber ein geschlossenes Ende, aber bitte glaubwürdig. ;)

11. Morgens, mittags oder nachts lesen?
Ich lese oft abends (bis in die Nacht) und viel zwischendurch, wenn ich im Café bin oder in der Straßenbahn. Manchmal lese ich aber auch morgens schon während des Frühstücks, wenn das Buch sehr gut ist. Aber ich lese Bücher eh viel lieber als Zeitungen. :)

12. Lieblingsbuch des vergangenen Jahres?
"Anonyma" - hat mich sehr beeindruckt. Außerdem die Shopaholic-Reihe von Sophie Kinsella. Letztes Jahr war das Jahr, in dem ich alle Bücher, die von Kinsella erschienen sind, gelesen habe. :)

13. Welches Buch liest du gegenwärtig?
"Adam Haberberg" von Yasmina Reza und "Glückskekse" von Anne Hertz.

14. Absolutes Lieblingsbuch aller Zeiten?
Hmmm..."Ein Glückskind" von Thomas Buergenthal (wenn ich was zu sagen hätte, würde ich das zur Pflichtlektüre für jeden machen :), "Im Westen nichts Neues " von Remarque, "Gut gegen Nordwind" von Daniel Glattauer.

Sonntag, 23. Januar 2011

Heute ausgelesen

Kristin Gore: Und wovon träumst du nachts?
Dieses Buch habe ich zufällig in der Bibliothek entdeckt. Es geht dabei um die 26jährige Samantha, die einen sehr guten Job bei einem Kongressabgeordneten in Washington hat. Dabei passieren ihr immer wieder kleinere Missgeschicke, und einen Mann lernt sie dort auch kennen...
Das Interessante an diesem Buch ist, dass es von der Tochter des ehemaligen Präsidentschaftskandidaten Al Gore geschrieben wurde. Man darf also annehmen, dass die Geschehnisse in der Politik, die im Buch vorkommen, nicht völlig aus der Luft gegriffen sind. Und die Protagonistin Samantha wird einem sehr schnell vertraut, weil sie so liebenswert idealistisch und ehrlich ist. Ich musste sehr oft laut loslachen!  Auf der Rückseite des Buches steht, dass man Samantha mit Bridget Jones vergleichen könne, was aber nur bedingt zutrifft. Die Tollpatschigkeit ist aber wahrscheinlich ähnlich. :)
Der Roman ist außerdem fast klischeefrei und wirkt nicht allzu realitätsfern. :) 

Mittwoch, 12. Januar 2011

Zuletzt gelesen

Anatol Regnier: Du auf deinem höchsten Dach
Mit diesem Buch bin ich in der vorletzten Nacht fertig geworden, und ich habe wirklich bis 3 oder 4 Uhr gelesen, weil ich nicht aufhören konnte: Es geht darin hauptsächlich um Tilly Wedekind (1886-1970), die mit dem berühmten Autor Frank Wedekind verheiratet war. Außerdem wird das Leben ihrer beiden Töchter dargestellt, und das auf außergewöhnlich flüssige, kompakte Weise. Das Buch liest sich wie eine Erzählung und wirkt an keiner Stelle langatmig, trotz der gut 400 Seiten. Und trotzdem wirkt es nicht unglaubwürdig, sondern sorgfältig recherchiert. Ich fand auch sehr gut, dass das Buch relativ viele Fotos enthält, die die ganze Familiengeschichte nochmal interessanter machen.
Ich bin so froh, dieses Buch entdeckt zu haben, es ist ein Meisterwerk!

Meine neue große Liebe...

...sind diese Ohrringe, die ich heute bei Six im Sale für 2 Euro erstanden habe:
<3

 Außerdem gab es gestern neuen Lesestoff aus der Bibliothek; mit dem rechten Buch habe ich schon angefangen, und es macht richtig süchtig. :)

Donnerstag, 6. Januar 2011

Zuletzt gelesen

Lisa Benning: Verkaufe Brautkleid ungetragen
Dieses Buch habe ich vor ein paar Tagen ausgelesen. Es handelt sich um ein ziemlich klassisches "Junge-Frauen-Buch": Die Protagonistin Toni steht kurz vor ihrer Hochzeit, und ihre viel temperamentvollere und lebenslustigere Schwester behauptet, ihr Verlobter wäre nicht der Richtige für sie.  Eine Woche vor der Hochzeit muss Toni beruflich nach Frankreich, in die Provence und lernt das Leben dort auf andere Weise kennen, und dadurch wird ihr klar, wer und wie sie wirklich ist...
Zugegeben, der lange Frankreich-Aufenthalt der Protagonistin hat mich beim Lesen ein wenig überrascht und auch gestört, denn er passte für mich nicht so richtig zum Klappentext. Um das Brautkleid geht es, anders als der Titel andeutet, nur am Rande. Zu bemängeln ist auch der manchmal ein wenig unbeholfene Schreibstil. Beispielsweise werden Kleinigkeiten wie "Ich holte meine Sonnenbrille durch das geöffnete Fenster vom Beifahrersitz" beschrieben, ohne dass sie eine Bedeutung für die Handlung haben.
Insgesamt überwiegen aber die positiven Aspekte: Die Entwicklung von Tonis Persönlichkeit erscheint mir plausibel (auch wenn die Geschwindikeit vielleicht nicht ganz realistisch ist) und das Ende hat mir auch ausnehmend gut gefallen, da es sehr natürlich wirkt: Die Autorin ist zum Glück nicht in die Klischeefalle getappt.

Freitag, 31. Dezember 2010

Zuletzt gelesen

Jessica Brody: Flirtverdacht
Dies ist der Nachfolger zu "Treuetest", den ich so unterhaltsam fand, dass ich mir diesen zweiten Teil in der Bücherei vormerken lassen habe. Und ich wurde nicht enttäuscht: Ich habe das Buch so ziemlich verschlungen, denn es ist wirklich keine Sekunde langweilig und die Protagonistin Jennifer überaus sympathisch. Nur das Ende hat mich nicht komplett überzeugt, ich hätte gedacht, die Geschichte würde anders ausgehen. Aber das ändert nichts daran, dass das Buch absolut lesenswert ist. :)

Ich wünsche euch einen guten Rutsch in das neue Jahr! Ich werde heute zum ersten Mal an Silvester mal gar nichts machen. Gleich werde ich mich vor den Fernseher begeben und mir erstmal den "Silvesterpunsch" von "Ein Herz und eine Seele" angucken (ich liebe die Serie!), dann gemütlich Käsetarte und Chips essen und mir ein paar DVDs angucken bzw. vielleicht sogar die Reportage über Daniela Katzenberger bei VOX. ;)
Irgendwie hat das Nichtstun an Silvester was, ist mal was anderes. :)

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Zuletzt gelesen

Alex Rühle: Ohne Netz. Mein halbes Jahr offline
Bei diesem Buch handelt es sich um eine Art "Entzugstagebuch": Der Autor, der beruflich im Feuilleton der SZ arbeitet, nimmt sich vor, für ein halbes Jahr komplett auf das Internet zu verzichten. Seine diesbezüglichen Gedanken und Erlebnisse bekommen wir in Tagebuchform zu lesen. Sehr gut gefallen hat mir dabei das hohe sprachliche Niveau und die teilweise "Anekdotenhaftigkeit" seiner Aufzeichnungen.
Etwa in der Mitte des Buches fand ich, dass der Autor manchmal ein wenig zu sehr ins Detail geht, aber der Eindruck hat sich dann relativ schnell wieder verflüchtigt. Ich lese Bücher dieser Art einfach zu gerne, weil sie persönliches Erleben schildern. Am Ende des Buches kann der Autor zwar kein eindeutiges Fazit ziehen (er wird auch in Zukunft nicht auf das Internet verzichten), aber seine Aufzeichnungen sind ein guter Denkanstoß für den Leser: Welchen Einfluss nimmt das Internet auf mein Leben und würde es mir eventuell guttun, die Zeit, die ich im "Netz" verbringe, einzuschränken? Diesen Denkanstoß (im Buch finden sich noch viele weitere) halte ich für sehr wertvoll!

Freitag, 17. Dezember 2010

Gestern nacht zuende gelesen...

Sophie Kinsella: Mini Shopaholic
Dieses Buch ist der 6. Teil der Shopaholic-Reihe mit der Protagonistin Becky Brandon, geb. Bloomwood. :) Ich liebe diese Reihe, habe Anfang des Jahres das erste Buch gelesen und danach ganz schnell die weiteren vier bis dahin erschienenen Teile. Alle haben mir eigentlich durchgehend sehr gut gefallen. Ich liebe einfach die Welt von Becky zwischen Shopping, ihrem Leben in London und ihrer witzigen Gedankenwelt. Die Bücher erinnern mich vom Humor her sehr an Bridget Jones, und ich finde sie überhaupt nicht "flach" oder "anspruchslos", sondern sehr intelligent. Becky ist ein Mensch, der nicht heucheln kann (z.B. Interesse für Musenn oder ähnliches), sondern man merkt ihr immer an, was sie wirklich interessiert (z.B. Designerkleidung;), und das macht sie so einmalig sympathisch.
Dieser 6. Teil wurde bei amazon bisher nicht so überragend bewertet, aber mir hat er sehr gut gefallen. Die Geschichte mit ihren ganzen Verwicklungen war wieder sehr geschickt aufgebaut, und das Ende hat mich richtig gerührt. Natürlich kann man Beckys Handeln ziemlich oft nicht nachvollziehen, aber ohne das wären die Bücher wahrscheinlich auch nicht so witzig. ;)
Ich kann die Shopaholic-Reihe sehr empfehlen, am besten alle 6 Teile nacheinander lesen. :) Ach ja, und ich bete für einen siebten Teil...

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Kleine Besorgungen

Heute abend war ich nach der Uni noch ein wenig in der Stadt. Ich habe den gestern gekauften hellen Cardigan von H&M wieder zurückgegeben, weil er mir beim Zuhause-Anprobieren dann doch nicht ganz zugesagt hat. Die Ärmel waren etwas zu eng und die Schulterrüschen irgendwie zu voluminös.
Außerdem war ich noch in der Stadtbibliothek und hab dort folgende Bücher ausgeliehen:

:)

Außerdem habe ich mir schwarze Handschuhe von Thinsulate gekauft (wunderbar warm) und noch Folgendes:

Glitter-Topper von essence (dm) und Peeling von Rossmann - ich hoffe, das Peeling ist so gut wie mein altes...ich hatte vorher jahrelang ein sehr mildes Aprikosenpeeling, das es bei Rossmann jetzt anscheinend nicht mehr gibt.

Montag, 13. Dezember 2010

Aufholpost Bücher

Folgende Bücher habe ich in den letzten Tagen/Wochen gelesen:

Beth Harbison: Kaufrausch
Diesen Roman musste ich lesen, nachdem mir schon "Schuhtick" so gut gefallen hatte. Der Titel führt hier allerdings etwas in die Irre: Es geht nicht primär um Shopping, sondern eher um Telefonsex... Die Geschichte handelt von drei Frauen, die aus verschiedenen Gründen plötzlich Geld brauchen und so mit dem Telefonsex anfangen. Geschrieben ist das Buch im gleichen Stil wie "Schuhtick", d.h. die Geschichten der Frauen verweben sich mit der Zeit immer stärker miteinander. Besonders begeistert war ich davon, dass eine Protagonistin aus "Schuhtick" hier auch wieder auftaucht und ihre Geschichte weitererzählt wird. Fazit: Das Buch ist kurzweilig und schnell zu lesen, es kommt aber nicht ganz an Romane von Sophie Kinsella heran!


Oliver Hilms: Witwe im Wahn
Dann habe ich diese Biographie gelesen, die ich richtig verschlungen habe: Es geht um Alma Mahler-Werfel (1879-1964), die u.a. mit Berühmtheiten wie Gustav Mahler und Walter Gropius verheiratet war und ein sehr aufregendes und außergewöhnliches Leben geführt hat. Dieses Leben schildert der Autor anhand von Briefen und ihren persönlichen Aufzeichnungen, die noch kein Biograph vorher verwendet hat. Ich fand das Buch sehr glaubwürdig und durchweg packend. Hab es in drei Tagen durchgehabt.


Sarah Neef: Im Rhythmus der Stille
Dieses Buch habe ich zufällig bei Amazon entdeckt, als ich dort bei den Biographien stöberte: Ich hatte die Autorin, Sarah Neef, schonmal in einem Fernsehbeitrag gesehen und fand es faszinierend, dass sie trotz ihrer angeborenen Taubheit so gut sprechen kann. Vorher hatte ich immer gedacht, dass alle Tauben bzw. Taubstummen mithilfe der Gebärdensprache kommunizieren, was aber nicht stimmt.
In diesem Buch erzählt Sarah Neef von ihrem Leben und wie es durch ihre Behinderung geprägt wurde. Das ist wirklich äußerst interessant zu lesen, denn Hörende können sich wahrscheinlich kaum in die Lage einer Person hineinversetzen, die noch nie etwas gehört hat. Auch ich habe lange darüber nachgedacht, wie schwer es sein muss, Wörter richtig auszusprechen etc.
Es macht so viel Mut, wenn man liest, wie Sarah Neef sich immer wieder gegen Widerstände durchgesetzt und Sachen geschafft hat, die ihr aufgrund ihrer Behinderung niemand zugetraut hat. Sie sagt, dadurch, dass sie ihre Behinderung akzeptiert, kann sie sie in eine Stärke umwandeln. Das hat mich sehr beeindruckt, denn es zeigt, dass es im Leben auf die eigene Einstellung ankommt und nichts anderes. Ein Zitat aus dem Buch, das mir sehr gut gefallen hat: "A great pleasure in life ist doing things that people say you cannot do."

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Zuletzt gelesen

Maren Winter: Das Lied des Glockenspielers
Mit diesem Roman bin ich gestern Nacht fertig geworden. Er spielt im Jahr 1665 in Lübeck und handelt von einer Kaufmannstochter, die aufgrund eines schrecklichen Ereignisses seit Jahren kein Wort mehr spricht, aber durch einen Musiker, der ihr Lehrer wird, die Sprache wiederfindet. Das ist jetzt sehr grob zusammengefasst; es gibt mehrere Handlungsstränge. Das Erzähltempo ist sehr angenehm. Der Roman ist an keiner Stelle langweilig, aber dennoch sorgfältig und liebevoll erzählt. Manchmal wird es sogar ein bißchen unheimlich. ;)
Insgesamt ein gutgeschriebener Roman mit einer schönen Sprache. Für alle, die sich für Geschichte und/oder Musik interessieren, auf jeden Fall empfehlenswert!

Montag, 8. November 2010

Zuletzt gelesen

Anonyma: Eine Frau in Berlin. Tagebuch-Aufzeichnungen vom 20. April bis 22. Juni 1945
Ich interessiere mich sehr für Geschichte, und so wurde es echt mal Zeit, dass ich dieses Buch mal lese. Ich mag Bücher, bei denen Geschichte durch eine Einzelperson, durch ihre persönlichen Erlebnisse erzählt wird. Dies ist hier der Fall, und zwar sehr eindringlich. Die Frau erzählt von ihren Erlebnissen in diesen zwei Monaten im Frühjahr 1945, in denen der Krieg endet, viele Menschen hungern müssen und die Rote Armee in Berlin einmarschiert.
Die Autorin hat einen sehr guten und fesselnden Schreibstil, man wird richtig davon gefangengenommen und hat fast das Gefühl, selbst dabei zu sein. Dabei ist es natürlich faszinierend, dass all das wirklich passiert ist. Ich kann das Buch nur jedem empfehlen!

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Gestern ausgelesen

Jessica Brody: Treuetest
Die Hauptperson in diesem Buch ist von Beruf Treuetesterin, d.h. sie wird von Frauen beauftragt, die den Verdacht haben, ihr Mann bzw. Partner könnte sie betrügen. Daraufhin testet Jennifer, die Treuetesterin dann in einer "zufälligen" Begegnung mit dem jeweiligen Mann, ob dieser wirklich fremdgehen würde. Jennifer selbst hat keinen Freund und infolge ihres Berufs Schwierigkeiten, Männern zu vertrauen. Aber dann lernt sie einen Mann kennen, der sie wirklich interessiert...
Der Roman hat mir wirklich gut gefallen. Er war trotz der über 500 Seiten nie langweilig, sondern man merkt, wie sorgfältig er geschrieben wurde (es ist eine Erstlingswerk). Die Konstruktion der Konflikte innerhalb der Geschichte und die Entwicklung der Protagonistin hat mir sehr gut gefallen.
Ich werde auf jeden Fall auch die Fortsetzung dieses Romans lesen! (heißt glaub ich "Flirtverdacht")